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Jeder Milcherzeuger ist mit der Problematik
konfrontiert: Während zu Laktationsbeginn der Nährstoffbedarf bei der Milchkuh
markant ansteigt, bereitet die angemessene Versorgung erhebliche Probleme. Kühe
fressen in den ersten vier bis fünf Wochen nach dem Kalben bis zu einem Viertel weniger
als normal. Insbesondere hochleistende Milchkühe geben mehr Energie über
die Milch ab, als sie über das Futter aufnehmen können. Gesundheitsstörungen
und Stoffwechselentgleisungen wie etwa die gefürchtete Ketose sind zwangsläufig
die Folgen. Ein Abfall der Milchleistung ist daher vorprogrammiert.
Eigensynthese reicht nicht aus!
Das Energiedefizit versucht die Kuh zu kompensieren, indem sie eigene Körperfettreserven
mobilisiert. Dazu werden Fettsäuren freigesetzt und in der Leber zu Triglyceriden verestert. Diese werden
mit Lipoproteinen verpackt, um den Weitertransport im Blut zu ermöglichen. Bei diesen Stoffwechselprozessen wird
Lecithin benötigt. Allerdings reicht bei fast der Hälfte aller Milchkühe die Eigensynthese nicht aus.
In diesem Fall wird Fett nur noch unzureichend abgebaut und eine Leberverfettung droht. Dementsprechend sind
die physiologischen Funktionen, die dieses wichtige Organ steuern, eingeschränkt. Eine Lecithinsupplementierung
über das Futter ist daher sinnvoll, um die Leber gerade in extremen Phasen zu unterstützen.
Lecithin verbessert die Futterverwertung
Ferner stellt Lecithin in seiner Rolle als Emulgator ein wichtiges Verbindungsglied
für Fette im wässrigen Milieu dar, wodurch die Verdaulichkeit insbesondere von Fetten wesentlich unterstützt wird.
Da Lecithin die Angriffsoberfläche von Nahrungsbestandteilen vergrößert, wird die Wirksamkeit der
Verdauungsenzyme erhöht. Selbst fettlösliche Vitamine werden besser absorbiert.
Eine verbesserte Verdaulichkeit ist aber nicht nur angesichts des latenten Nährstoffdefizits während des Laktationsbeginns von Interesse.
Vielmehr ist eine grundsätzliche Lecithinzufuhr für Hochleistungstiere angezeigt, da für diese eine schnellere
Pansenpassage und eine dadurch niedrigere Verdaulichkeit der Nährstoffe typisch ist.
Lecithin steuert die Fruchtbarkeit und „spart“ Methionin
Neben der physiologischen Wirkung im Energiestoffwechsel übernehmen Phospholipide
zudem den Transport von Cholesterin, welches als Vorstufe für die Synthese von Prostaglandin die Fruchtbarkeit
direkt beeinflusst. Demzufolge wird das Immunsystem gestärkt und die Voraussetzung für ein komplikationsfreies
Abkalben gewährleistet. Es beugt Nachgeburtsverhaltungen und Gebärmutterentzündungen vor und sorgt durch
rechtzeitigen Eisprung und Brunst für kurze Zwischenkalbezeiten.
Darüber hinaus ist Lecithin die wichtigste
Quelle für Cholin, welches für den Lipidtransport benötigt wird und wesentlicher Bestandteil von biologischen
Membranen ist. Gegenüber Cholinchlorid liefert Lecithin eine Cholinvariante, die sich im Verdauungstrakt neutral
verhält und die Futteraufnahme nicht beeinträchtigt. Indirekt übt Lecithin einen Spareffekt auf die essentielle
Aminosäure Methionin aus, da die intermediäre Cholinsynthese auf Methion angewiesen ist. Angesichts
der nachgewiesenen Bedeutung von Methion auf die Milchleistung der Kuh wächst nicht zuletzt unter diesem Aspekt
die Bedeutung der gezielten Lecithinzufuhr über die Fütterung.
Hohe Konzentration mit hoher Wirksamkeit
Futtermittel über flüssiges Rohlecithin anzureichern, ist eine übliche, aber problematische
Methode. Technisch lässt sich Rohlecithin nur unter erschwerten Bedingungen verarbeiten; zudem ist die
Konzentration an aktiven Phospholipiden gering. Dieser Problematik konnte das Entwicklungsteam von Berg+Schmidt
mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich der Lipide entgegentreten und eine Lösung in Form von
BergaFat HTL-306 und BergaFat HPL-106 finden. Bei diesen Produkten handelt es sich um fließfähige
Fettpulver mit einem Gehalt von 6 Prozent Lecithin. Im Gegensatz zum öligen und zähflüssigen Rohlecithin ermöglicht
diese Pulverform eine praktikablere Handhabung und eine exaktere Dosierung.
Fazit
Lecithin unterstützt die Leberfunktion und schützt die Milchkuh vor lebensbedrohenden
Stoffwechselentgleisungen. Dies gilt in erster Linie in Hochleistungsphasen, bei der die Milchkuh durch
eine unzureichende Nährstoffaufnahme einem latenten Energiedefizit ausgesetzt ist. Damit bietet eine ausgewogene
Lecithinversorgung bestmöglichen Schutz vor Ketose oder Milchfieber. Mit BergaFat HTL-306 und BergaFat HPL-106
stellt Berg+Schmidt eine hochwirksame Energieversorgung bei gleichzeitiger und technisch praktikabler Lecithingabe
für die Futtermittelergänzung zur Verfügung.
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