Vor dem entscheidenden Durchbruch in der Forschung wurden Forellen weitgehend
fettfrei ernährt. Die Verwendung von fetthaltigem Futter (tierische Fette) führte
bei den Tieren zu lipoiden Leberdegenerationen. Deshalb wurden lediglich Seetieröle
als brauchbare Fettzusätze für ein Forellentrockenfutter angesehen. Doch selbst
die Verfütterung leicht verdaulicher Fette führte bei Salmoniden häufig zur Verfettung
von Leber und Niere. Die Folge war eine gestörte Funktionalität dieser Organe,
die sich schließlich in einer vermehrten Ödembildung sowie einer erhöhten Mortalitätsrate
niederschlug.
Erhielten die Forellen dagegen Geflügelfett in Mengen von 3 % ins Futter,
so zeigten die Fische ein beschleunigtes Wachstum. Futterexperten brachten diesen
Effekt mit dem Gehalt an Phospholipiden in Zusammenhang. Vor diesem Hintergrund
erhalten die Inhaltsstoffe des Lecithins in der Forellenfütterung einen völlig
neuen Stellenwert. Hieraus ergibt sich, dass Lecithin in der Forellenfütterung eine ausgesprochen
positive Wirkung auf den Gesundheitszustand, das Wachstum und die Futterverwertung
ausübt. Dies gilt vor allem dann, wenn dem Futter hohe Mengen Fett zugesetzt
werden.
Die verdauungsfördernde Wirkung ergibt sich aus der Grenzflächenaktivität des Lecithins.
Der Nahrungsbrei wird besonders homogen vermischt und seine Oberfläche
vergrößert. Dies begünstigt die Substrataufspaltung durch die Verdauungsenzyme.
Die Stoffwechselwirkung der Lecithine wird erkennbar im Fetttransport zwischen
Leber und Gewebe und im Stoffaustausch zwischen den Zellen.
Neben BergaPur, dem entölten Lecithin(Reinlecithin) als hochkonzentriertem Wirkungskomplex,
ist Berg+Schmidt mit weiteren Lecithin-Produkten für die Aquakultur am Markt präsent.
|